Über mich

Ihr Besuch auf dieser Seite freut mich.

Sie interessieren sich für Erwachsenenbildung und didaktische Reduktion?
Auf diesem Blog erfahren Sie, wie Sie mit der Herausforderung „Viel Stoff – wenig Zeit“ umgehen können.

Foto Yvo WüestMein Name ist Yvo Wüest. Vom fachlichen Hintergrund komme ich aus den Sprachwissenschaften. Ich habe Übersetzer und Sprachlehrer studiert und arbeite seit über 18 Jahren in der Erwachsenenbildung.

Mein Spezialgebiet ist die didaktische Reduktion und Trainings zum Thema „Lernen 2.0“. Von August 2011 bis  April 2016 arbeitete ich bei der aeB Schweiz – der Akademie für Erwachsenenbildung als Studienleiter und Dozent für didaktische Themen. Von Mai 2016 bis Juli 2017 arbeitete ich als Fachbereichsleiter Bildung bei der Caritas Luzern.

Seit der Veröffentlichung meines zweites Fachbuches im Sommer 2017 bin ich für Inhouse-Angebote in der Schweiz und international unterwegs.

Eines meiner Lieblingszitate stammt von Albert Einstein:

„Man muß die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher.“

Kontaktieren Sie mich unter yvo.wueest@bluewin.ch

2 Gedanken zu „Über mich

  1. Lieber Herr Wüest,

    ich habe Ihnen ja schon geschrieben, welchen Erfolg Ihr Buch bei unserer Institution im Pflegebereich hatte!

    Diese Frage würde mich noch interessieren: Was ist Ihre Meinung zum Buch von Prof. M. Lehner „Viel Stoff-wenig Zeit“ welches Sie ja in Ihrem Buch durchaus positiv erwähnen?

    Ich hatte das Buch auch einmal gekauft, bin aber -trotz mehren Anläufen- nicht richtig „warm“ damit geworden.

    Ich freue mich wirklich, wenn ich bald einmal bei Ihnen ein Seminar absolvieren kann.

    Beste Grüsse aus der Bodenseeregion,
    Doris Weidinger

    • Liebe Frau Weidinger,

      gerne antworte ich Ihnen zu Ihrer Anfrage zur 3. Auflage von: Martin Lehner, Viel Stoff-wenig Zeit, Didaktische Reduktion, Haupt Verlag Bern.

      Dazu füge ich hier eine Rezension ein, die ich damals zur Neuauflage schrieb:

      Was tun, wenn am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist? Und was tun Sie, wenn am Ende der Stunde noch reichlich Stoff übrig ist?

      Martin Lehner offeriert mit der 3. Auflage seines Buches eine hilfreiche Medizin, gegen die Frustration vieler Bildungsfachleute.

      Der Autor beschreibt den unter Lehrenden und Lernenden oft geäusserten Frust über die Stoffmenge im Unterricht und warnt vor der „Vollständigkeitsfalle“. Sein Buch beginnt er mit einer vorerst einfachen Einsicht: vollständig…geht sowieso nicht!

      „Gerade, indem er sich an die Systematik klammert, begräbt er sie, und verstopft den Durchblick. Er verwechselt Systematik des Stoffes mit Systematik des Denkens.“ (Martin Wagenschein 1968)

      Sein Buch folgt einer interessanten Struktur: Im kurzen ersten Kapitel wird das Problem umrissen. Dieses Kapitel ist schon alleine lesenswert, da es Hinweise darauf gibt, wie sehr „Didaktik“ in einigen Hochschulen und gerade auch unter jüngeren Lehrkräften fast als Reizwort gilt.

      Im zweiten Kapitel versucht Lehner die erwähnte „Vollständigkeitsfalle“ theoretisch zu umkreisen und beschreibt mögliche Auswege daraus. Im dritten Kapitel zeigt der Autor die Anwendung konkrete Techniken der Stoffreduktion, eingebettet in praktische Lehrsituationen.

      Ähnlich wie das von ihm propagierte Modell der „Grundlandschaften und Tiefenbohrungen“ vertieft er die Beispiele später noch weiter, was ich didaktisch sehr geschickt finde.

      Im vierten Kapitel schreibt er über „Impulse aus Lehrmethodik und Hirnforschung“. Dabei geht es vor allem über das Aufnahmevermögen und die Konzentrationsleistungen von Jugendlichen und Erwachsenen und welche Folgerungen aus diesen Erkenntnissen in die didaktischen Praxis abzuleiten wären.

      Am Schluss schliesst sich der Kreis: Das fünfte Kapitel knüpft wieder am ersten Kapitel an und entwickelt Perspektiven für ein zukünftiges Lehren und Lernen und stellt relevante gesellschaftspolitische Fragen.

      Da ich mich beruflich seit mehreren Jahren mit dem Thema didaktische Reduktion beschäftige und entsprechende Schulungen und Sequenzen leite, überzeugte mich an Lehners Buch besonders der praktische Zugang. Die über das ganze Buch verstreuten Aufgabenboxen regen zu einer persönlichen Reflexion an. Die eine oder andere Frage, neu formuliert, setze ich selber erfolgreich in Workshops für Ausbildende und Redaktoren von Lehrmitteln ein.

      Hilfreich scheint mir auch die „Toolbox der Reduktion“, die einem “Sahnehäubchen auf dem Früchtekuchen” entspricht. Sie ist graphisch ansprechend umgesetzt und bietet eine zahlreiche Ideen, die gruppiert zu bestimmten Unterrichtsphasen (Vorbereitung, Darbietung, Aktivierung), dargeboten werden.

      Bibliotheksleser freuen sich über das in der 3. Ausgabe publizierte Passwort, welches ein kostenloses Runterladen von über 30 Seiten „Toolbox“ von Lehners Website erlaubt. Stichwort Web: Hier ist Lehner auch in der 3. Ausgabe noch etwas zurückhaltend bezüglich Web 2.0. Dabei wäre gerade diese Technologie prädestiniert, Zweiwegkommunikation, Feedbackschlaufen und die Interaktion der Lernenden untereinander zu fördern.

      Meine Kritik am Buch: Viele Beispiele liegen bisweilen etwas weit von der Hochschuldidaktik -darauf bezieht sich sein Buch- entfernt und die seit der ersten Auflage monierten Rechtschreibfehler wurden noch immer nicht korrigiert. Ich verstehe auch nicht, warum nicht alle Aufgaben mit einer Lösung hinten im Buch korrespondieren, ohne dass der Autor dies erklären würde.

      Fazit: Trotz der Beanstandungen ein wertvolles und nützliches Buch für Bildungsfachleute, die Inspirationen und Werkzeuge für einen lebendigen und lehrreichen Unterricht suchen.

      Hier finden Sie das Buch auf Amazon: http://amzn.to/xMDhX1

      Kommen Sie einfach auf mich zu, Frau Weidinger, wenn ich Sie mit etwas unterstützen kann. Dazu nutzen Sie am besten diese Adresse: yvo.wueest@bluewin.ch

      Ihr Yvo Wüest

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